Wünsche zum Weltfrauentag

Oft höre ich bei Beratungsgesprächen auf Mode-Messen oder, wenn ich in den Boutiquen anwesend bin, die Argumente „mir passen keine Kleider/Röcke…, weil meine Knie/ meine Beine/ meine Arme/ mein Bauch… so und so sind“.
Währenddessen ich mir immer denke, bitte Wie? Wo? Und ich finde es so schade, dass die Damen so selbstkritisch auf vermeintliche „Mängel“ achten anstatt „rauszuzoomen“ und sich selbst als Ganzes sehen.
Dann muss ich mich selbst immer an meiner eigenen Nase nehmen und denke mir, wie ich oft über meinen Körper denke und was ich alles nicht gerne trage. Doch je älter ich werde, desto „mutiger“ werde ich. Früher habe ich kaum Kleider und Röcke getragen wegen der „dicken Wadeln“, oder gar kurzärmlige Shirts wegen meiner Pigmentstörungen.
Es ist diese lästige Selbstkritik, die einem oft im Wege steht. Wenn wir uns selbst als Ganzes betrachten und uns nicht in Einzelteile zerlegen, so könnten wir doch eigentlich zufrieden sein. Wenn es danach ginge „perfekt“ zu werden, um aufgeschobene Sachen zu machen oder bestimmte Kleidung tragen zu können, das würde sich in diesem Leben wohl nicht mehr ausgehen. Ist es denn nicht schade um jeden Tag, an dem wir sagen, „wenn ich mal abgenommen habe“, „wenn es mal….“
Und „wenn“ aber nicht kommt?
Es ist doch toll, dass wir alle einzigartig und so verschieden sind.
Weniger Selbstzweifel, mehr Mut, das wünsche ich mir für uns Frauen, egal in welcher Lebenssituation.
In diesem Sinne, einen tollen Weltfrauentag und 364 restliche Weltfrauentage
Fanny Abrari
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