Warum unsere Kleidung Teil der Klimadebatte sein muss

Das Wiener Slow-Fashion-Label fabrari zeigt, welchen Unterschied Materialwahl, Herkunft, Kleinserien und regionale Produktion machen können.

Wien, August 2026. Wochenlange Hitzeperioden und zunehmend aufgeheizte Städte machen die Folgen des Klimawandels auch in Österreich unmittelbar spürbar. Während über Verkehr, Energie und Ernährung intensiv diskutiert wird, bleibt ein weiterer bedeutender Faktor häufig im Hintergrund: die Textil- und Modeindustrie.

Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen verursacht die Textilbranche zwischen zwei und acht Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Sie benötigt enorme Mengen Wasser und hinterlässt durch Chemikalien, Überproduktion, Abfälle und synthetische Mikrofasern einen erheblichen ökologischen Fußabdruck.

Ein T-Shirt um fünf Euro – ein viel zu hoher Preis

„Die Hitze, unter der wir leiden, ist nicht losgelöst von unserem Konsumverhalten zu betrachten. Fast Fashion erscheint an der Kassa billig – ihre tatsächlichen Kosten tragen jedoch Umwelt und Klima und vielfach auch die Menschen in der Produktion“, sagt Fanny Abrari, Gründerin des Wiener Slow-Fashion-Labels fabrari.

Ein T-Shirt um fünf Euro mag wie ein Schnäppchen wirken. Doch ein derart niedriger Verkaufspreis wirft zwangsläufig die Frage auf, wie viel davon bei den Menschen ankommt, die Baumwolle anbauen, Fasern herstellen, Stoffe färben, Kleidungsstücke nähen und sie über Tausende Kilometer transportieren. Der niedrige Preis an der Kassa bildet die tatsächlichen sozialen und ökologischen Kosten eines Kleidungsstücks meist nicht ab.

Nachhaltigkeit darf keine Frage des Einkommens sein

Dabei darf nicht übersehen werden, dass viele Menschen aufgrund ihrer finanziellen Situation auf günstige Kleidung angewiesen sind. Die Verantwortung für die Folgen von Fast Fashion kann daher nicht allein bei den Konsumentinnen und Konsumenten abgeladen werden. Auch Politik, Handel und Industrie sind gefordert, faire und umweltverträglichere Kleidung breiter zugänglich zu machen und jene Rahmenbedingungen zu verändern, die extreme Niedrigpreise überhaupt erst ermöglichen.

Bewusster Konsum muss jedoch nicht zwangsläufig bedeuten, teure neue Kleidung zu kaufen. Mittlerweile gibt es viele leistbare Alternativen: Secondhand- und Vintagegeschäfte, Onlineplattformen für den Wiederverkauf bereits vorhandener Kleidung, Kleidertausch, Reparatur und Upcycling. Sie alle verlängern die Lebensdauer von Textilien und tragen dazu bei, dass weniger neue Ware produziert werden muss.

Auch weniger, dafür gezielter einzukaufen, kann langfristig günstiger sein. Ein hochwertiges Kleidungsstück, das über viele Jahre hinweg gerne getragen wird, kostet auf die einzelne Nutzung gerechnet oft weniger als mehrere billige Teile, die kaum getragen und rasch ersetzt werden.

„Es geht mir nicht darum, Menschen mit begrenztem Einkommen ein schlechtes Gewissen zu machen“, betont Abrari. „Es geht darum, sichtbar zu machen, dass Kleidung nicht zu jedem Preis produziert werden kann – und dass vor allem jene, die über eine echte Wahlmöglichkeit verfügen, mit ihren Kaufentscheidungen etwas bewirken können.“

Da politische Veränderungen häufig nur langsam vorankommen, kommt auch dem Konsumverhalten eine wichtige Rolle zu. Jede Entscheidung, Kleidung länger zu tragen, gebraucht zu kaufen, zu reparieren, upzucyceln oder verantwortungsvoll produzierende Marken zu unterstützen, reduziert die Nachfrage nach kurzlebiger Massenware.

Konsumentinnen und Konsumenten können damit wirtschaftlichen Druck auf die Fast-Fashion-Industrie ausüben. Denn Unternehmen reagieren letztlich darauf, was gekauft wird – und was nicht.

Die Verantwortung darf dennoch nicht bei den Einzelnen stehen bleiben. Dauerhafte Veränderung braucht sowohl bewusste Kaufentscheidungen als auch verbindliche politische Vorgaben, transparente Lieferketten und Unternehmen, die Verantwortung für ihre gesamte Produktion übernehmen.

Was wir auf der Haut tragen

Besonders an heißen Tagen wird spürbar, welchen Einfluss Textilien auf das persönliche Wohlbefinden haben. Material, Gewebestruktur, Schnitt und Feuchtigkeitsmanagement beeinflussen, wie leicht und angenehm sich ein Kleidungsstück auf der Haut anfühlt.

Doch abgesehen vom Komfort stellt sich eine viel grundlegendere Frage:

Was tragen wir da eigentlich direkt auf unserer Haut – dem größten Organ unseres Körpers?

Bei der Herstellung und Veredelung konventioneller Textilien können zahlreiche Farbstoffe, Pestizide und chemische Ausrüstungen zum Einsatz kommen. Bestimmte Substanzen können als Rückstände im fertigen Textil verbleiben und bei empfindlichen Menschen Hautreizungen oder Kontaktallergien begünstigen. Zertifizierungen, nachvollziehbare Lieferketten und transparente Produktionsstandards können daher eine wichtige Orientierung bieten.

fabrari verwendet für einen Teil seiner Kollektionen LENZING™ ECOVERO™ Viskose. Die holzbasierten Fasern werden vom österreichischen Unternehmen Lenzing hergestellt. Das dafür verwendete Holz stammt laut Hersteller aus zertifizierten oder kontrollierten Quellen. Bei der Produktion der Fasern entstehen laut Lenzing mindestens 50 Prozent weniger CO₂-Emissionen und Wasserverbrauch als bei herkömmlicher Viskose. Die Fasern sind außerdem mit dem EU Ecolabel zertifiziert.

„Ich möchte nicht behaupten, dass es ein vollkommen nachhaltiges Kleidungsstück gibt. Jede Herstellung benötigt Ressourcen. Aber zwischen einem kurzlebigen Massenprodukt und einem bewusst ausgewählten, fair produzierten und lange getragenen Kleidungsstück liegt ein enormer Unterschied“, betont Abrari.

Österreichisches Know-how unter globalem Preisdruck

Lenzing zählt international zu den wichtigen Entwicklern holzbasierter Spezialfasern. Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren befindet sich das oberösterreichische Unternehmen in einer Phase der Stabilisierung und strategischen Neuausrichtung. Im ersten Halbjahr 2026 konnte Lenzing sein Nettoergebnis auf 35,6 Millionen Euro verbessern. Gleichzeitig bleibt das internationale Marktumfeld von niedrigen Preisen, hohen Kosten und starkem Wettbewerbsdruck geprägt.

Damit stellt sich auch eine grundsätzliche wirtschaftspolitische Frage: Welchen Wert geben Konsumentinnen und Konsumenten, Handel und Politik europäischen Unternehmen, die in nachvollziehbarere und ressourcenschonendere Produktionsweisen investieren?

Auch der vermeintlich „höhere Preis“ lokaler Marken muss differenzierter betrachtet werden. Denn dieses Geld verschwindet nicht einfach: Ein großer Teil der Wertschöpfung bleibt im Land. Heimische Betriebe erhalten Aufträge, Arbeitsplätze werden geschaffen oder gesichert, Steuern und Sozialabgaben werden bezahlt und regionale Strukturen gestärkt.

Gleichzeitig ermöglichen lokale und regionale Produktionsketten kürzere Transportwege, mehr Transparenz und eine engere Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Betrieben. Wer lokal produzierte Mode kauft, bezahlt daher nicht nur für ein Kleidungsstück, sondern unterstützt einen ganzen wirtschaftlichen Kreislauf.

„Wir sprechen oft über die Bedeutung regionaler Wertschöpfung. Gleichzeitig erwarten wir, dass Kleidung immer billiger wird. Beides zusammen kann auf Dauer nicht funktionieren“, sagt Abrari. „Wenn verantwortungsvoller produzierende europäische Unternehmen im globalen Preiskampf verlieren, verlieren wir nicht nur Arbeitsplätze und Know-how. Wir verlieren auch die Möglichkeit, die Textilindustrie in eine bessere Richtung zu entwickeln.“

Kleinserien statt Überproduktion

Ein weiteres Problem der Modeindustrie ist die Überproduktion. Große Mengen an Kleidung werden in immer kürzeren Abständen auf den Markt gebracht, um ständig neue Kaufanreize zu schaffen. Nicht verkaufte Ware, kurze Nutzungszeiten und schnell wechselnde Trends verschärfen den Ressourcenverbrauch zusätzlich.

fabrari produziert daher bewusst ausschließlich Kleinserien und limitierte Stücke. Die Kleidungsstücke sollen nicht nur für eine Saison, sondern über viele Jahre hinweg mit Freude getragen werden.

„Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht nur, auf das Material zu achten. Es bedeutet auch, nicht mehr zu produzieren, als tatsächlich gebraucht wird, und Kleidung zu gestalten, die ihre Wirkung nicht nach einer Saison verliert“, erklärt Abrari.

Wenn lokale Geschäfte verschwinden, verliert auch die Stadt

Der massive Preisdruck durch internationale Fast-Fashion-Konzerne betrifft nicht nur Produzentinnen und Produzenten, sondern auch den lokalen Handel. Inhabergeführte Geschäfte können mit den Preisen, Marketingbudgets und Expansionsmöglichkeiten globaler Ketten kaum konkurrieren. Gleichzeitig machen hohe Geschäftsmieten viele innerstädtische Standorte fast nur noch für große Handelsketten und internationale Luxusmarken leistbar.

Die Folge ist ein schleichender Verlust an Vielfalt: Lokale Geschäfte und eigenständige Marken verschwinden, während Einkaufsstraßen in Wien, Berlin, Paris oder Mailand zunehmend gleich aussehen. Überall begegnen uns dieselben Filialen, dieselben Kollektionen und dieselben Marken.

Damit geht mehr verloren als nur ein Geschäft. Es verschwinden persönliche Beratung, unternehmerischer Mut, kreative Vielfalt, lokale Identität und jene Besonderheiten, die ein Grätzl oder eine Stadt unverwechselbar machen.

Leerstände und austauschbare Einkaufsstraßen schaden langfristig nicht nur dem Stadtbild, sondern auch der regionalen Wirtschaft und der Attraktivität einer Stadt – für ihre Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für Gäste.

„Wenn verantwortungsvoller produzierende europäische Unternehmen und lokale Geschäfte im globalen Preiskampf verlieren, verlieren wir nicht nur Arbeitsplätze und Know-how. Wir verlieren auch Vielfalt, Individualität und ein Stück unserer Stadt“, so Abrari.

„Ausbeutung geht sich auf Dauer nicht aus.“

Diese Haltung ist für fabrari nicht neu. Seit der Gründung des Labels vor 13 Jahren steht Fanny Abrari für den Leitsatz:

„Ausbeutung geht sich auf Dauer nicht aus.“

„Das gilt für die Menschen ebenso wie für unsere Ressourcen und unseren Planeten. Ein niedriger Preis bedeutet nicht, dass ein Produkt tatsächlich wenig kostet. Oft bedeutet er nur, dass andere den wahren Preis dafür bezahlen“, sagt Abrari.

Es gehe dabei nicht darum, Menschen vorzuschreiben, was sie kaufen dürfen, sondern Bewusstsein für die Auswirkungen unserer Entscheidungen zu schaffen:

Bewusster wählen. Länger und mit Freude tragen. Nachhaltige und lokale Marken unterstützen. Bereits vorhandener Kleidung ein längeres Leben geben.

Denn was wir tragen, macht einen Unterschied.

Über fabrari – wear the world

fabrari ist ein Wiener Slow-Fashion-Label, das 2013 von Fanny Abrari gegründet wurde. Eigene Fotografien von Reisen, Kulturen, Natur und besonderen Momenten werden auf Kleidung übertragen und so zu tragbarer Kunst.

Die Kleidungsstücke entstehen in limitierten Kleinserien, werden fair in Wien gefertigt und hochwertig in Deutschland bedruckt. fabrari steht für Individualität, kulturelle Verbindung, Langlebigkeit, faire Arbeit und regionale Wertschöpfung.

Das Label ist online sowie im historischen fabrari Kiosk in der Stallburggasse im ersten Wiener Bezirk erhältlich.

Pressekontakt

Fanny Abrari
fabrari – wear the world
Historischer fabrari Kiosk
Stallburggasse, 1010 Wien

E-Mail: welcome@fabrari.com
Telefon: +43 664 411 44 42
Website: fabrari.com

 

Als PDF herunterladen

 

Das Wiener Slow-Fashion-Label von Fanny Abrari verbindet eigene Fotokunst, kulturelle Geschichten und faire lokale Produktion – präsentiert in einem rund 100 Jahre alten Kiosk im Herzen der Stadt.

Kleidung, die Geschichten erzählt

fabrari – wear the world ist ein Wiener Slow-Fashion-Label, das 2013 von Fanny Abrari gegründet wurde. Im Mittelpunkt stehen Kleidungsstücke, die nicht nur getragen werden, sondern Geschichten erzählen.

Die Motive entstehen aus Fotografien, die Abrari auf ihren Reisen, in der Natur und an besonderen Orten selbst aufgenommen hat. Bilder historischer Kachelwände im Iran, Landschaften, Blumen, Tiere und architektonische Details werden auf hochwertige Stoffe übertragen und so zu tragbarer Kunst.

„Ich fand es immer schade, dass all die besonderen Bilder meiner Reisen auf einer Festplatte oder in einer Schublade verschwinden. Gleichzeitig wollte ich vor allem vom Iran, meinem Herkunftsland auch eine andere Seite zeigen: seine Schönheit, seine jahrtausendealte Kultur, seine Farben und seine Liebe zum Detail“, erzählt Abrari.

So entstand die Idee, Fotografie und Mode miteinander zu verbinden. Aus persönlichen Momentaufnahmen wurden Kleidungsstücke, die kulturelle Grenzen überwinden, Erinnerungen bewahren und Gespräche anstoßen.

Zwischen Iran und Österreich

Fanny Abrari wurde im Iran geboren und kam 1979 im Alter von sechs Jahren nach Österreich. Beide Kulturen prägen ihre Arbeit bis heute.

fabrari versteht Mode als verbindende Sprache. Die Motive erzählen von unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Lebenswelten, ohne sie auf politische Schlagzeilen oder bekannte Klischees zu reduzieren.

„Ich möchte mit fabrari zeigen, wie viel Schönheit und Verbindendes es auf dieser Welt gibt. Kleidung kann mehr sein als eine äußere Hülle. Sie kann Neugier wecken, Geschichten transportieren und Menschen miteinander ins Gespräch bringen.“

Daraus entstanden der Markenname fabrari und der Leitsatz: „wear the world“

Tragbare Kunst statt Massenware

Die Kollektionen umfassen Kleider, Röcke, Shirts, Hosen und ausgewählte Accessoires. Jedes Motiv wird nur in einer limitierten Kleinserie produziert. Manche Designs entstehen in einer Auflage von lediglich zehn oder zwanzig Stück.

Die bewusste Limitierung soll Überproduktion vermeiden und gleichzeitig sicherstellen, dass die Kundinnen keine austauschbare Massenware tragen.

„Ich möchte keine Kleidung produzieren, die nach einer Saison ersetzt wird. Ein fabrari-Stück soll über Jahre getragen werden, Freude machen und immer wieder für guten Gesprächsstoff sorgen“, sagt Abrari.

Das Label versteht sich als Gegenentwurf zu Fast Fashion: weniger Stücke, nachvollziehbare Herstellung, besondere Motive und Kleidung, zu der eine persönliche Beziehung entstehen kann.

Fair gefertigt in Wien

Die Kleidungsstücke werden in Wien gefertigt, unter anderem in Zusammenarbeit mit integrativen Werkstätten. Die Stoffe werden in Deutschland im ressourcenschonenden Digitaldruck mit hochwertigen, schadstoffgeprüften Farben bedruckt.

Bei einem Teil der Kollektionen kommt LENZING™ ECOVERO™ Viskose zum Einsatz. Die holzbasierten Fasern stammen vom österreichischen Unternehmen Lenzing und werden aus Holz aus zertifizierten oder kontrollierten Quellen hergestellt.

Lokale und regionale Produktion bedeutet für Abrari nicht nur kürzere Transportwege und mehr Transparenz. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung bleibt im Land, heimische Betriebe erhalten Aufträge, Arbeitsplätze werden unterstützt und Steuern sowie Sozialabgaben bezahlt.

Seit der Gründung von fabrari begleitet sie dabei ein klarer Leitsatz:

„Ausbeutung geht sich auf Dauer nicht aus.“

„Das gilt für die Menschen ebenso wie für unsere Ressourcen und unseren Planeten. Ein niedriger Preis bedeutet nicht, dass ein Produkt tatsächlich wenig kostet. Oft bedeutet er nur, dass andere den wahren Preis dafür bezahlen.“

Ein historischer Kiosk wird zur kleinsten Boutique Wiens

Seit April 2025 hat fabrari ein außergewöhnliches Zuhause: einen rund 100 Jahre alten Kiosk in der Stallburggasse im ersten Wiener Bezirk, nur wenige Schritte von der Spanischen Hofreitschule entfernt.

Der kleine Pavillon entstand in der Zwischenkriegszeit und zählt zu den wenigen erhaltenen Wiener Nebenbauten dieser Art. Viele Wienerinnen und Wiener kennen ihn noch als historisches „Briefmarken-Haus“.

Heute beherbergt der nur rund elf Quadratmeter große Kiosk die fabrari-Kollektion sowie ausgewählte Produkte lokaler und verantwortungsvoll produzierender Marken. Abrari bezeichnet ihn augenzwinkernd als:

„Die kleinste Boutique Wiens, in der die Welt zu Hause ist.“

Durch seine Lage und Architektur ist der Kiosk selbst zu einem Teil der fabrari-Geschichte geworden. Touristinnen und Touristen entdecken ihn zufällig auf ihrem Weg durch die Wiener Innenstadt oder suchen gezielt nach dem außergewöhnlichen Geschäft.

Viele von ihnen erzählen Abrari, dass sie eine vergleichbare Verbindung aus eigener Fotokunst, limitierter Mode, lokaler Produktion und historischem Verkaufsort noch nirgendwo gesehen hätten.

„Besonders berührt mich das Feedback von Menschen aus aller Welt, die sagen, dass ihnen eine solche Idee und Umsetzung noch nie begegnet ist. Viele kommen zunächst wegen des ungewöhnlichen Kiosks herein und entdecken dann, dass auch jedes Kleidungsstück eine eigene Geschichte trägt“, erzählt Abrari.

So wird der kleine Kiosk zu einem Ort der Begegnung. Menschen bleiben stehen, fragen nach den Motiven, erzählen von eigenen Reisen oder erkennen Orte wieder, die sie selbst besucht haben. Auch Fiaker weisen bei ihren Fahrten auf das historische Gebäude hin.

„Der Kiosk ist klein, aber er hat unglaublich viel Persönlichkeit. Hier treffen Stadtgeschichte, Mode, Fotokunst und Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern aufeinander. Genau dieses Verbindende habe ich mir für fabrari immer gewünscht.“

Lokale Geschäfte als Teil der Stadtkultur

Für Abrari ist der Kiosk auch ein Zeichen für die Bedeutung kleiner, inhabergeführter Geschäfte. Angesichts steigender Mieten und des Preisdrucks internationaler Konzerne verschwinden zunehmend individuelle Läden aus den Innenstädten.

Zurück bleiben häufig dieselben Fast-Fashion-Ketten und Luxusmarken, die sich hochpreisige innerstädtische Standorte leisten können. Dadurch gleichen sich Einkaufsstraßen in vielen europäischen Städten immer stärker an.

„Wenn lokale Geschäfte verschwinden, verliert eine Stadt nicht nur Verkaufsflächen. Sie verliert persönliche Beratung, unternehmerischen Mut, kreative Vielfalt und einen Teil ihrer Identität. Gerade kleine Geschäfte machen ein Grätzl unverwechselbar“, sagt Abrari.

Mit dem historischen Kiosk möchte fabrari zeigen, wie bestehende Stadtarchitektur neu belebt und mit lokaler Wirtschaft, Kultur und persönlicher Begegnung verbunden werden kann.

Vom elf Quadratmeter großen Kiosk auf ABOUT YOU

Seit April 2026 ist fabrari auch auf der internationalen Modeplattform ABOUT YOU vertreten. Damit erhält das unabhängige österreichische Label zusätzliche Sichtbarkeit über Wien hinaus und erreicht Kundinnen in mehreren europäischen Ländern.

Für Abrari ist dieser Schritt eine Chance, zu zeigen, dass auch kleine, lokal produzierende Marken neben internationalen Modekonzernen ihren Platz finden können – ohne ihre Werte oder die bewusste Limitierung ihrer Kollektionen aufzugeben.

„Dass fabrari als kleines österreichisches Independent-Label auf einer der größten europäischen Modeplattformen vertreten ist, bedeutet mir sehr viel. Es zeigt, dass faire Produktion, eigenständiges Design und limitierte Kleinserien auch international wahrgenommen werden“, sagt Abrari.

Der Vertrieb über ABOUT YOU ergänzt den eigenen Onlineshop und den persönlichen Verkauf im historischen Kiosk. Produziert wird weiterhin ausschließlich in überschaubaren Mengen. Die größere Reichweite soll nicht zu Massenproduktion führen, sondern die Sichtbarkeit verantwortungsvoller und lokal gefertigter Mode stärken.

Über Fanny (Farnaz) Abrari

Fanny Abrari ist Gründerin und Designerin von fabrari – wear the world. Sie verbindet ihre langjährige Erfahrung in Marketing und Markenentwicklung mit Fotografie, Mode, Nachhaltigkeit und kultureller Vermittlung.

Ihre Motive fotografiert sie selbst. Von der Bildauswahl über die Gestaltung der Stoffe bis zur Entwicklung der Kollektionen und der Kommunikation der Marke trägt jedes fabrari-Stück ihre persönliche Handschrift.

fabrari wurde bereits in österreichischen und internationalen Medien vorgestellt. Die Kollektionen sind im eigenen Onlineshop, im historischen fabrari Kiosk in der Wiener Innenstadt, über ausgewählte Vertriebspartner und seit April 2026 auch auf ABOUT YOU erhältlich.

Pressekontakt

Fanny Abrari
fabrari – wear the world
Historischer fabrari Kiosk
Stallburggasse, 1010 Wien

E-Mail: welcome@fabrari.com
Telefon: +43 664 411 44 42Website: fabrari.com

 

Als PDF herunterladen

Pressefotos herunterladen: